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WhatsApp Plus: Warum die Mod 2015 verschwand und heute zurückkehrt

WhatsApp im neuen Gewand eines doch alten Kostüms

Wer erinnert sich noch an 2015? Adele sang Hello, Bruno Mars lieferte mit Uptown Funk den Ohrwurm des Jahres. Die Apple Watch betrat erstmals die Bühne der Tech-Welt und Emojis wurden sogar zum Wort des Jahres gekürt. Währenddessen tauchte im Schatten des Originals, in einer stillen Nacht, eine modifizierte Version von WhatsApp auf: „WhatsApp Plus“. Und sie verbreitete sich fast so schnell wie Pokémon-Karten auf dem Schulhof.



Es war einmal im Jahr 2015...

... da erschien eine Modifikation namens „WhatsApp Plus“ und veränderte das Gestaltungsbild sowie die Möglichkeiten des damals noch eher schlicht gehaltenen Messenger-Dienstes aus dem Hause Facebook deutlich.

Bild zeigt einen Screenshot aus dem Jahre 2013 und kleinen Anpassungen

Schnell erlangte die Pseudo-Variante von WhatsApp großes Aufsehen. Nicht nur war es möglich, den Messenger vollständig an die eigenen Bedürfnisse anzupassen – gleichzeitig konnten auch deutlich größere Datenmengen verschickt werden. Dateien mit über 30 MB waren möglich, was für damalige Verhältnisse bereits sehr viel war.

Schauen wir knapp zehn Jahre später auf das Thema Datenmengen, so ist es heute möglich, bis zu 180 MB oder etwa 90 Sekunden an Videomaterial zu versenden, bevor die Qualität eingeschränkt oder der Inhalt abgeschnitten wird.

Zu den beliebtesten Einstellungsmöglichkeiten gehörten:

  • Das farbliche Anpassen von Chatblasen
  • Das Ändern der Kontaktliste
  • Anpassung von Avataren (rund oder eckig)
  • Schriftarten und Schriftgröße
  • Austauschbarer ''Senden''-Button


Wer damals keinen grünen Daumen bei der Gestaltung seines Messengers hatte, konnte auf einen nutzerbasierten Theme-Store zurückgreifen und sich dennoch unkompliziert schöne Designs auf sein Smartphone holen.


Es folgte ziemlich schnell die juristische Keule

Denn nach nur wenigen Wochen wurde zunächst der Link aus dem Google Play Store entfernt. Die „Plus“-Anwendung konnte ab diesem Zeitpunkt nur noch über Drittanbieter und damit über die Android-Funktion „Unbekannte Quellen“ installiert werden.

Ein Traum, der relativ schnell ausgeträumt war. Die Anwälte von WhatsApp reichten schließlich eine Unterlassungsklage ein – mit Erfolg.

Das Projekt sowie die Community mussten daraufhin in einer Nacht-und-Nebel-Aktion von der Bildfläche verschwinden.


Täglich grüßt das Murmeltier

Doch eine geklaute Idee ist scheinbar besser als keine eigene – zumindest könnte man das aus heutiger Sicht so interpretieren.

Denn wie ließe sich sonst erklären, dass nach gut zehn Jahren plötzlich aus dem Meta-Universum der Impuls kommt, WhatsApp stärker zu individualisieren?

Bild zeigt einen Screenshot von WABetaInfo und den Neuerungen für das Plus-Abo



Wie zuvor bei WhatsApp Plus (2013) soll es nun auch beim neuen WhatsApp (2026) möglich sein, sich gegen eine kleine -  bislang unbekannte - Abogebühr kreativer auszuleben.

Hierbei handelt es sich unter anderem um folgende Funktionen, von denen Plus-Mitglieder profitieren sollen:

  • App-Icon in 14 Varianten änderbar
  • Einstellbare Themes (Chatdesign)
  • Mehr Chats, die fixiert werden können
  • Exklusive Sticker mit Animationen
  • Exklusive Benachrichtigungstöne


Wann dieses Abo samt Funktionen verfügbar sein wird, ist bislang unklar. Bis zur Einführung könnten sowohl der Funktionsumfang als auch die Anpassungsmöglichkeiten noch geändert werden.

Es bleibt also spannend, inwieweit sich ein solches Abo am Ende wirklich lohnen könnte.


Sind die vorgestellten Funktionen für dich ein Grund das Abo abzuschließen?

Quelle: WABetaInfo via X /  Bildmaterial:  "Screenshot WA Plus" WABetaInfo, Screenshot WA Plus von 2013, eigenes Werk

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Seit 2014 verteilt er Butterstreusel im Internet: mit System, Haltung und Humor. Sein Revier? Tech, KI, Android, Gaming; und alles, was Tiefgang statt Trend verspricht. Das spiegelt sich auch in seinen analytischen Bewertungen wider.

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