Wir kennen sie alle - die zuckersüßen kleinen Haustiere, die man einst als Tamagotchi zu halten wusste und inzwischen auch auf dem Smartphone halten kann. Es gilt sie zu füttern und sich um sie zu kümmern. Aber was ist, wenn ein App-Haustier einen dazu verleiten mag, etwas bewusster mit einem selbst umzugehen? Genau dieses Konzept steckt hinter der App Finch, um die es heute geht.
Ich wurde in Finch durch einen Partnercode meines eigenen Partners (duh) eingeladen. Die App zuvor gar nicht auf dem Radar habend, entschied ich mich, diese näher zu betrachten und nach etwas über 18 Tagen würde ich sagen, ist es an der Zeit ein kleines Feedback dafür zu hinterlassen.
In Finch kümmert man sich um einen kleinen Vogel, der aus einem Ei schlüpft. Die Personalisierung ist definitiv ausreichend - man wird vermutlich nicht auf dem allerhöchsten Niveau personalisieren können, aber es reicht durchaus, um seinen kleinen birb eigenes Leben einzuhauchen. Den Namen kann man ebenfalls individuell gestalten, was natürlich sogleich genutzt wurde (und nein, ich war keineswegs so unkreativ, meinen Vogel Birbie zu nennen - oder vielleicht doch?) und schon ist man größtenteils bereit, um in das Abenteuer der Selbstfürsorge hinein zu starten.
Nach der Auswahl dessen, worauf man ein bisschen mehr ein Auge werfen will und was man ein bisschen mehr im Fokus behalten will, kann man sich auch gleich durch ein zuckersüßes Menü bewegen, in dem auch die einzelnen Tasks hinterlegt sind, die es den Tag über zu erfüllen gilt.
Diese reichen hierbei von Dingen, die für den einen beinahe schon banal wirken mögen, während es für den anderen einen Motivationsschub gibt (Get out of bed, Wash your face [dt. Aufstehen, das Gesicht reinigen/Gesichtspflege]), bis hin zu Tasks, die man beinahe schon als Neujahrsvorsätze sehen könnte. Nur eben, dass man dies nicht an ein festes Datum koppelt, sondern jederzeit direkt hinein starten kann. In meinem Fall wäre das beispielsweise Eat a serving of veggies [dt. Eine Portion Gemüse essen] oder Drink water [dt. Wasser trinken].
Nachdem der Vogelbesitzer angegeben hat, dass er eine bestimmte Anzahl an Tasks abgeschlossen hat, begibt sich der Vogel auf ein Abenteuer, man könnte es auch gewissermaßen eine side quest nennen, die ungefähr 6 Stunden geht. Die Zeit kann jedoch durch Erfüllen und Abhaken der dementsprechenden weiteren Tasks verkürzt werden und man kann auch mit anderen birbs auf Abenteuer gehen.
Der Anblick ist viel zu goldig, den eigenen Vogel mit seinem eigenen sogenannten Micropet zu sehen - ein Haustier, das man zu Beginn bekommt, wenn man der Einladung eines Freundes folgt oder selber Freunde einlädt - und die dann im weiteren Verlauf dazu kommen.
Für den Monat Juni gibt es zum Beispiel auch noch die Supergirl Challenge. Man bekommt hierbei einmalige goodies, sei es in Form von Kleidung oder in Form von Möbelstücken, mit denen man sein eigenes Zuhause heimelig gestalten kann, wenn man den birb auf Abenteuer schickt. Auch hierbei kann man durch Erfüllen der selbstgesetzten Ziele die Zeit der Rückkehr verkürzen und somit schneller an die goodies kommen.
Als Self-Care Areas benennt die App die Bereiche Calm [dt. Ruhe], Productivity [dt. Produktivität], Movement [dt. Bewegung], Sleep [dt. Schlaf], Gratitude [dt. Dankbarkeit], Hygiene [dt. Hygiene], und Connection [dt. (Ver)Bindung]. Außerdem hat man die Option, eigene Areas zu erstellen und denen eigene Namen zu geben. Das ermöglicht natürlich weitere Individualisierung und könnte dem ein oder anderen helfen, sich an Dinge wie regelmäßige Medikamenteneinnahme zu erinnern.
Natürlich kann man die in der App erworbenen Edelsteine eintauschen gegen süße Kleidungsstücke oder Möbelstücke. Diese kann man sogar verschenken (und vielleicht habe ich somit für meinen Partner und mich eine Art Partnerlook in Form von zusammengehöriger Sonnenbrillen erstellt). Dies erweitert die Individualisierungen des eigenen birbs und motiviert natürlich einen dazu, regelmäßig einzuchecken und zu schauen, was es denn Neues im Store gibt.
Alles in allem finde ich die App unfassbar süß, sei es mit dem Widget auf dem Handy, mit dem süßen Sound, wenn Ziele erreicht werden oder mit den ultragoldigen Micropets, die quasi die birbs unserer birbs sind. Mir selber hat es dabei geholfen, sich besser zu fühlen, selbst wenn ich "nur" simple Dinge erledigt habe wie aus dem Bett aufzustehen oder bewusster zu essen. Darum wird sich jetzt die Self-Care Area der Self-kindness [dt. Selbstdankbarkeit/Selbstfürsorge] vorgeknüpft.
Welche Gewohnheit würdest du gerne dauerhaft in deinen Alltag integrieren?
Ob mehr Bewegung, ausreichend Wasser trinken oder bewusste Pausen – teile dein persönliches Ziel in den Kommentaren und lass uns gemeinsam kleine Erfolge feiern.



