Heute ist wieder einer dieser Tage, obwohl es eher der gestrige Abend war, der mich erneut ins Grübeln brachte. Nachdenklich über Investments sowie Freundschaften und wahrscheinlich das naive Narrativ, eine Gemeinschaft fördern zu können, in denen sich alle gleichermaßen einbringen. Doch was hab ich stattdessen bekommen?
Viel mehr ging es um meinen Beitrag "Steam Frühlingssale: Schnäppchen mit Nachgeschmack" den ich am Anfang des Monats geschrieben habe. Hierbei habe ich auf die Games aufmerksam gemacht, welche für mich besonders lohnenswert, und auf der anderen Seite mit Kindheitserinnerungen verbunden waren. Soweit so gut.
Im Hinblick auf meinen Freundeskreises, habe ich wohlwollend im letzten Absatz auf Seite 5: Worms des Frühlingssales geschrieben:
“Alle drei Teile verfolgen mitunter das gleiche Spielprinzip und doch haben sie eigene Gesetze. Es wird mich freuen, in meinem Freundeskreis diese drei Spiele für schöne Abendstunden vorschlagen zu können.
”
Mitunter, weil es irgendwann immer einen Augenblick gibt, bei dem man ein Spiel zeitweise oder vollständig für ein anderes Spiel ersetzen muss.
Doch die wahre Tragödie dahinter ist eher die, dass es ziemlich enttäuschend ist zusehen, dass Leute deine Ideen und Vorschläge (aus)nutzen, ohne dich zu involvieren und selbst dann der Dank ausbleibt für die Idee, welche sie dann scheinbar für die eigene verkaufen. Man ist also gut genug für Ideen, aber nicht gut genug, wenn es darum geht an ihnen beteiligt zu werden.
Wenn ich also überlegen muss, was ich wann mit wem teilen kann, damit ich keinen Nachteil aus meinem eigenen Investment in Menschen / Freundschaften habe, dann sind es wohl jene Menschen, oder zumindest ein bestimmter Mensch, die oder der dort nicht hingehört. Ähnliche Geschichten gab es auch damals, und betrafen einen Herrn Judas Iskariot.
Nur dass ich mir keine Gedanken machen muss, ans Kreuz geschlagen zu werden, wenngleich Enttäuschungen von Menschen ähnliche Schmerzen verursachen. In jedem Fall, werde ich nun noch genauer hinsehen, wer mich als Person nur ausnutzt. Denn wahre Gemeinschaft zeigt sich nicht im gemeinsamen Konsum eines Produkts, sondern in der gegenseitigen Anerkennung des Beitrags, den jeder Einzelne zur Lebensqualität der Gruppe leistet.
Wie würdet ihr reagieren – beobachten oder direkt Grenzen setzen?
