Wer kennt es nicht: tägliche Login-Boni, Login-Streaks, Tageskilometer, Battle-Pässe, Daily-Quests, limitierte Expeditionen und wie sie nicht alle heißen (unsere lieben Zeitfresser) der digitalen Welt, allen voran natürlich die in unseren Online-Spielen. Heute blicke ich auf diese Mechaniken.
Vielleicht ist es euch auch schon einmal passiert: Eigentlich will man sich nur ganz entspannt an die Konsole oder an den Computer setzen, um sein Lieblingsgame zu zocken, doch dann kommt die Erinnerung, dass in einem anderen guten Spiel, dem man ebenfalls nicht abgeneigt ist, noch ein kurzfristiges Event ansteht.
Also, getrieben von ein bisschen Gier nach dem neuesten Schrei sowie dem einzigartigen, nur zeitweise erhältlichen Loot, zwingt man sich doch ein wenig in dieses Spiel, um die dortigen Aufgaben zu bewältigen und rechtzeitig alle Belohnungen einsacken zu können.
Doch dann kommt aus einem anderen Spiel noch ein ebenso zeitintensives Event mit nur wenig verbleibender Zeit dazu, und schon fängt Freizeit an, ein wenig stressig zu werden. Schließlich möchte man im besten Fall in beiden Spielen den einzigartigen und zeitlich begrenzten Loot erhalten.
So oder so ähnlich ging es mir Anfang des Monats, als es sowohl bei No Man’s Sky als auch bei Die Sims 4 zeitlich begrenzte Aufgaben innerhalb eines Events gab. Hierbei muss man natürlich sagen, dass beide Spiele eine durchaus großzügige Zeitspanne bieten: knapp 30 Tage bei Die Sims 4, bei NMS sogar ganze sechs Wochen, um die jeweiligen Aufgaben zu erfüllen. Doch was ist, wenn mehrere Spiele gleichzeitig ihre Events fahren? Genau: Stress.
Nicht immer verfolge ich mit Adleraugen, in welchen Spielen es gerade Events gibt, auch wenn ich diese gerne mitnehme. Denn Gamer schätzen doch eigentlich die Mühe, die sich jemand gemacht hat, um Hintergrundgeschichte, Aufgaben und Handlungen zu einer stimmigen Symphonie zu verweben.
Mit diesem Absatz wurde mir klar, dass ich vielleicht doch besser nochmal in NMS reinschauen sollte. Wie sollte es anders sein: Mich begrüßte direkt der Eventbildschirm mit der Warnung, dass noch 22 Stunden verbleiben.
Also, was tat ich? Richtig! Wie beim Sims-Event und angetrieben durch die Hoffnung, es noch schaffen zu können - arbeitete ich mich Aufgabe für Aufgabe durch, und innerhalb von fünf Stunden war auch das Kapitel No Man’s Sky mit der "Remnant"-Expedition abgeschlossen. Meine Sammlung blickt nun auf neue Rezepte und Gegenstände zurück.
Jetzt stelle ich mir als Gamer die Frage:
Zocken wir eigentlich noch der Entspannung wegen und vor allem zum bewussten Genuss - oder doch eher aus dem Gefühl heraus, dass man nichts verpassen möchte?
Lass diesen Gedanken gerne einmal wirken und schreib mir gern in die Kommentare, wie Du das siehst.

