Die Geschenke sind ausgepackt, die Bowle ist getrunken, die Raketen in den Himmel geschossen und die Vorsätze für dieses Jahr gefasst. Der Besuch ist gegangen, das Geschirr gespült und die Feiertagskilos geblieben. Am Montag beginnt für viele von uns wieder der reguläre Wahnsinn, und Du bist hier und liest diese Zeilen.
Rückblick auf das Jahr 2025
Es war für mich kein leichtes Jahr – das sind sie vermutlich nie. Wenn mich 2025 jedoch eines gelehrt hat, dann dies: Menschen sind unvorhersehbar.
Sie sagen unvorhersehbare Dinge, verhalten sich unvorhersehbar und ziehen sich am Ende selbst aus der Verantwortung: durch Schuldumkehr oder indem sie sich auf Traumata berufen, um die sie sich nie gekümmert haben.
Das alles bedeutet aber auch, sich der eigenen Grenzen bewusst zu sein. Nur jene Herausforderungen anzunehmen, die man selbst auch bewältigen kann.
Ich blicke sonst auf ein Jahr zurück, was vor allem eins bedeutet, Trennung und Schmerz. So nahm ich im November des letzten Jahres Abschied von meinem treuesten Begleiter, meinem Hund Roger, der mich all die Jahre begleitet hat. Doch es erlöst mich zu wissen, dass er selbst keine Schmerzen mehr hatte, die er mir nicht mehr mitteilen konnte.
Das Jahr 2025 bedeutet für mich auch Entwicklung. Durch äußere Faktoren, die mich prüften und herausgefordert haben, wuchs ich über mich selbst hinaus.
Was ich mir vom Jahr 2026 wünsche
Wenn ich mir vom aktuellen Jahr etwas wünschen kann, dann sollte es Beständigkeit sein. Nicht weil ich mich über den Fortschritt nicht freuen würde, doch manchmal ist Beständigkeit alles, was wir uns erhoffen können. Manche Menschen machen Routinen wahnsinnig, manche Menschen, finden in ihnen Frieden. Diesen Punkt können wir auf so viele Perspektiven des Lebens anwenden:
Gesundheit: Wenn die Gesundheit, egal in welcher Art (physisch oder psychisch) sich nicht verbessern kann - aus Gründen - warum sollte man nicht mit einem kleinen Lächeln akzeptieren können, gut, es geht nicht mehr bergauf, aber es geht eben auch nicht noch weiter bergab.
Finanziell: Irgendwann müssen wir einsehen, in welchem Leben wir geboren wurden. Wir werden vermutlich nicht den nächsten Eurojackpot knacken oder eine reiche Witwe heiraten, die auch bald den Löffel abgibt. Doch wir können uns auch darauf einigen, dass es einige Leute noch schlechter geht. Warum also nicht zufrieden sein, mit dem was wir haben?
Liebe: Jeder sehnt sich nach Liebe. Ist es die kleine süße schwarz-grau gestreifte Katze, der Du auf dem Weg nach Hause begegnet bist, oder aber die nette Oma, welche deinem Blick streifte, als Du an ihrem Haus vorbeigegangen bist, während sie nur dort am Fenster gelehnt nach draußen sah. Doch manche von uns werden nicht die Liebe finden, die sie verdienen würden. Es ist okay. Ja, es ist okay Single zu sein. Es ist okay, sich keine emotionalen (zusätzlichen) Wunden aufzuladen, von Menschen, welche sich nicht selbst reflektieren können und Du, der sich aufrichtig mühte, damit das Leben schwer zu machen.
Wie wir sehen können, Beständigkeit muss nichts Schlechtes sein, und dennoch möchte ich Dir am Ende dieses Beitrags eines mit auf den Weg geben:
Dies ist ein neues Jahr. Dies, ist DEIN neues Jahr. Es ist ein neues Kapitel, hör auf im alten zu lesen, denn auch wenn Beständigkeit nichts Schlechtes zu sein scheint, auch wenn Beständigkeit mit einer Sicherheit kommt, Du kannst es, Du kannst die Geschichte nun umschreiben, sofern Du glaubst, dass es dich glücklich macht und dein Zustand zulässt.
Du kannst in 2026 erreichen, wonach Du strebst. Ich, ApfailKuchen - wünsche es dir.
