Damit hatte kaum noch jemand gerechnet: Noch vor dem offiziellen Pokémon-Day am 27.02.2026 wurde bekanntgegeben, dass Feuerrot und Blattgrün ihren Weg auf die Nintendo Switch finden.
Einige Retro-Gamer konnten sich nur schwer mit den neuen Pokémon-Spielen anfreunden. Und wer nicht gerade die alten Module samt passender (alter) Hardware im Hause hat, musste lange Zeit auf eine entsprechende Antwort der Pokémon Company warten. Viel zu lange konnten wir zwar auf wahre Klassiker der Nintendo-Company zurückgreifen, darunter auch SEGA-Titel, doch Fans der klassischen Pokémon-Abenteuer kamen nicht auf ihre Kosten.
Rückblick
Pokémon Legends: Arceus (2022/Q1):
Wagte als erster Vertreter der neuen Pokémon-Spiele den Schritt hin zu einem freien Fang- und Entdecker-Erlebnis, das viele Fans als echte Weiterentwicklung würdigten. Gleichzeitig traf dieser Ansatz auf eine andere Schnittmenge, die die „Open World“ als eher halbgar empfand.
Pokémon Karmesin & Purpur (2022/Q4):
Diese beiden Hauptspiel-Editionen wurden deutlich kritischer aufgenommen als viele vorherige Ableger. Technische Probleme wie starke Framerate-Einbrüche, Bugs und Ruckler in bestimmten Open-World-Abschnitten trübten den Spielspaß erheblich. Sowohl Grafik als auch die Performance wurden vielfach als zu schwach empfunden. Karmesin & Purpur entwickelten sich zudem zu den Pokémon-Titeln mit der sichtbarsten Fehleranfälligkeit in Gameplay-Aufnahmen, was teils zu unfreiwillig humorvollen Bildmomenten führte.
Pokémon Legends: Z-A (2025/Q4):
Der Titel kam bei vielen Fans insgesamt besser an als Scarlet & Violet, führte jedoch auch zu leichtem Unbehagen, da sich das Gameplay ausschließlich auf Illumina City beschränkt, eine Metropole, die in Pokémon X und Y lediglich ein Teil der Karte war und nicht der alleinige Schauplatz.
Umso mehr freuen sich Pokémon-Fans nun auf die Vertrautheit bekannter Regionen, Orte und Pokémon – auf ein bewährtes Rezept, das keiner erneuten Anpassung bedarf. Denn das unveränderte Grundkonzept der früheren Spielreihen erfreut sich bis heute großer Beliebtheit und hat sich über Jahre hinweg als tragfähig und erfolgreich bewiesen.
Pokémon Feuerrote und Blattgrüne Edition im eShop gelistet
Die Editionen Pokémon Feuerrot und Pokémon Blattgrün werden am 27. Februar 2026 im europäischen Raum über den Nintendo eShop verfügbar sein. Vorbestellungen sind bereits möglich und schlagen mit jeweils 19,99 Euro zu Buche. Wir erhalten hierbei die emulierte GBA-Version der Titel, die dank Abwärtskompatibilität auch auf der Switch 2 spielbar sein wird.
Im Gegensatz zur europäischen und damit rein virtuellen Version von Feuerrot und Blattgrün dürfen sich Fans in Japan auf eine spezielle physische Edition freuen, die neben dem Download-Code auch lasergravierte Glaskugeln mit den Starter-Pokémon enthält.
Mit der virtuellen Version erhalten wir zudem die Möglichkeit, Pokémon HOME zu nutzen, um unsere geliebten Pokémon in anderen Editionen erneut zu verwenden. In dieser emulierten Fassung ist der Kampf gegen andere Trainer ausschließlich im lokalen Wireless-Modus möglich – Blickkontakt findet also im eigenen Wohnzimmer statt.
Worauf sich Nostalgiker in Feuerrote und Blattgrüne Edition freuen dürfen
Es ist nicht nur ein Wiedersehen mit Pokémon aus der ersten und zweiten Generation. Vielmehr erwarten uns charmante Features, die wir in den folgenden 2D-Editionen teilweise vermisst haben.
- Die Region Kanto wurde um neue Inseln erweitert
- Deutliche Verbesserung des Pokédex (mehr Daten, Entwicklungen …)
- Artwork beim Betreten neuer Orte
- Eine Gesprächsübersicht speichert alle Dialoge im Spiel
- Eine s/w-Flashback-Funktion zeigt nach dem Laden eines Spielstandes in kurzen Szenen, was vor dem Speichern passiert ist
- 2 Minispiele für 2–5 Spieler über den Wireless Adapter*
*Ob diese Minispiele auch unter der Switch funktionieren, ist augenscheinlich noch nicht bekannt. Offiziell heißt es: „Hinweis: Manche Funktionen unterscheiden sich möglicherweise von denen der Game Boy Advance-Version.“ / Quelle: Nintendo eShop
Kehrt ihr zurück nach Kanto – oder schreckt euch der Preis von knapp 20 Euro eher ab?
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