Unsere (digitalen) Spielebibliotheken drohen zum Glück nicht zu platzen, doch können sie einen mit der Wucht der Überforderung erschlagen, wenn unsere Errungenschaften von Sale zu Sale immer weiter anwachsen. Doch heute möchte ich euch ein passendes Tool vorstellen, mit dem ihr – im wahrsten Sinne des Wortes – den Pile of Shame bekämpfen könnt.
Worum geht es eigentlich?
Ein Backlog (engl. Rückstau) bzw. der Pile of Shame (engl. Berg der Schande) sind Begrifflichkeiten, die nicht nur auf der Arbeit, sondern eben auch im Gaming-Bereich gerne bemüht werden. Hierbei beschreibt man meist das Anstauen oder Ansammeln von Spielen, die man gerade zu besonderen Verkaufsevents wie den Steam Sales besonders günstig erworben und dann doch in der Sammlung vergessen hat.
Was kann man gegen den Pile of Shame machen?
Die erste Möglichkeit ist zugleich auch die einfachste: Einfach nicht jeden Sale mitnehmen und konsequent auch ältere Spiele durchspielen oder sich eben die neuen Titel sofort ansehen, bevor sie in Vergessenheit geraten. Doch seien wir bitte ehrlich: Wir alle hier sind wahrscheinlich Gamer, und frische Games sind wie die Luft, die wir zum Atmen brauchen. Sie sind unser Puls der Zeit und der Gesprächsstoff in den Runden mit Freunden.
Eine andere Möglichkeit wäre: Kämpfe!
Denn mit der kostenlosen Demoversion von Game Quest – The Backlog Battler hast Du die Möglichkeit, deinem Backlog direkt ins Gesicht zu sehen. Doch nicht nur das: Bewaffnet mit deiner treuen Tastatur und Maus kämpfst Du gegen die Spiele auf dem Pile of Shame, die Du nie gespielt hast!
Plot-Twist: Je mehr Du für sie bezahlt hast, desto mehr Schaden richten sie an. Eine verzwickte Ausgangslage für manchen Gamer, der zurecht stolz auf seine Sammlung sein kann, was dieses Spielkonzept daher besonders schwierig machen könnte. Doch nicht verzweifeln: Auf unserer Seite finden wir als Helfer genau die Spiele wieder, die wir ambitioniert durchgespielt haben.
Wir sind also nicht allein, wenn auch vorerst unterlegen. Nimmst Du den Kampf auf? Bevor wir den Kampf eröffnen können, ist ein kleiner Workaround notwendig – für alle, die einen gewissen Wert auf die Privatsphäre in Steam legen. Denn um in den eigentlichen Genuss des Spiels zu kommen und das Konzept umsetzen zu können, müssen wir nur für den ersten Start des Spiels, und das nur kurzzeitig, unsere Spieleliste öffentlich schalten, damit diese vom Spiel auch erfasst werden kann.
Dann beginnt der Spaß und wir können, bewaffnet mit Tastatur und Maus, den dämonischen Backlog bekämpfen. Es gibt mehrere Akte; der erste ist die Erkenntnis und lautet „Schuld“. Nach einigen Wellen kommt dann der wahrhaftige Endgegner des jeweiligen Akts. Doch während wir gegen eine Armee von ungespielten Spielen kämpfen, erhalten wir deren Gegenwert für jede Zerstörung gutgeschrieben.
Mit diesem Gegenwert können wir dann im dortigen Gameshop einkaufen, um unsere Ausrüstung zu verbessern.
In meinem Fall war der Endgegner des ersten Aktes kein Geringerer als „ACE COMBAT 7: SKIES UNKNOWN“ – mein teuerster Einkauf bei Steam und bis zum heutigen Tage ein ungespielter Titel, der aufgrund des Konzeptes auch ein ernstzunehmender Boss ist, der mich im ersten Anlauf eiskalt bezwungen hat.
Fazit
Eine schöne Umsetzung eines Problems von wahrscheinlich so einigen Gamern, die gerne mal ein vergünstigtes Spiel mitnehmen und dann auf der Festplatte vergessen. Durch das „traumatische“ Erlebnis eines Ace-Combat-Endbosses werde ich wohl mal einen Blick in diesen Titel werfen, um ihn zu besänftigen. Spielerisch dürfte es schon in die Kategorie kurzzeitige Abenteuer / Arcade gehen und könnte eines Tages dennoch besser werden, wenn es mehr Möglichkeiten für Upgrades im Shop gibt.
Wie viele ungespielte Spiele sitzen schätzungsweise wohl bei dir auf der Nord-Tribüne?

