IfSunSets – Wenn Abendrot dein Leben bedroht
Schon seit einer ganzen Weile beschäftigte ich mich abseits meiner sonst so heiß geliebten, tiefgängigen Wirtschaftssimulationen mit dem romantischen Gedanken, als mutiger Pirat in See zu stechen. Ein Freibeuter, den das Schicksal auf eine mysteriöse, verfluchte Insel verschlägt, um dort nicht nur eine packende, vorgegebene Geschichte zu erleben, sondern im harten Überlebenskampf seinen eigenen Mann zu stehen. Der strategische Aufbau eines sicheren Schlafplatzes sowie das kontinuierliche Schärfen der eigenen Überlebenskünste in einer feindseligen Natur passierten im Zuge dessen fast wie von selbst.
Das Spiel IfSunSets stellt in diesem Kontext das eigentliche, spielerische Original des im Jahr 2026 erschienenen Pendants namens Windrose dar, welches sich in der Community derzeit ebenso großer Beliebtheit erfreut. Die grundlegenden Kernkonzepte der beiden Titel ähneln sich nämlich bis ins kleinste Detail: Sobald der Tag sich dem Ende neigt und es draußen ungemütlich dunkel wird, solltest du dich definitiv an einem sicher verbarrikadierten Ort befinden.
Schon während eines ersten, kurzen Anspieltests von Windrose konnte ich auf Anhieb gleich mehrere spielmechanische Systeme ausfindig machen, welche augenscheinlich eins zu eins von den Entwicklern aus der Code-Basis von IfSunSets entnommen wurden. Ob es sich bei diesen verblüffenden Parallelen nun um einfallsloses, böswilliges Abkupfern handelt oder ob beide Studios lediglich simultan in dieselbe frei verfügbare Asset-Schachtel gegriffen haben, müssen die beteiligten Entwicklerteams letztendlich unter sich ausmachen.
Das primäre Kriterium für den Spieler ist und bleibt schließlich, dass er sich in der Spielwelt emotional wohlfühlt – ganz gleich, ob die zugrundeliegende Idee nun dreist kopiert wurde oder nicht.
Wie schlage ich nun am elegantesten die thematische Brücke von den gesetzlosen Freibeutern der stürmischen Weltmeere hin zu einer bodenständigen, städtischen Institution im Rahmen einer komplexen Wirtschaftssimulation? Ach ja, ganz einfach: Alles einsteigen, bitte!
